Brandenburg im Winter: Geht auch mit wenig oder ohne Schnee

© TMB-Fotoarchiv/Yorck Maecke

Mit dem Winter in Brandenburg ist es so eine Sache. Die Zahl der Tage, an denen Schnee liegt, sind doch recht überschaubar. Doch auch wenn draußen nicht klirrende Temperaturen herrschen, und man durch knietiefen Schnee stapfen kann, lässt sich Brandenburg in der kalten Jahreszeit entdecken. 

Fanni vom Blog PonydanceClyde befand nach einem Ausflug nach Bad Saarow an den Scharmützelsee, Brandenburg habe eine ganz eigene Zeitrechnung: Ein Tag, zwei Stunden Zugfahrt, drei Stunden Sonne am See, fünf Stunden Wellness. Und gefühlte vier Tage Wochenende. Das können wir nur unterstreichen!

1. Die Thermen in Brandenburg

Gut, die drei Stunden Sonne am See gibt es nicht jedes Wochenende. Aber eine kurze Wellness-Auszeit, um den Alltag zu vergessen, die gibt es in vielen Thermen in Brandenburg. Aber nicht nur die SaarowTherme direkt am Scharmützelsee lohnt sich. Mit dem Hotel Esplanade, ebenfalls in Bad Saarow, dem SATAMA Sauna Resort & Spa im Nachbarort Wendisch Rietz (hier gibt es einen Überblick über die Thermen in Brandenburg).

Resort Mark Brandenburg in Neuruppin

Wellness unter freiem Himmel im Resort Mark Brandenburg. © Resort Mark Brandenburg

2. Auf nach Potsdam ins Museum Barberini

Potsdam hat ein neues Museum geschenkt bekommen. Und was für eines! Ende Januar eröffnet das Museum Barberini am Alten Markt. Das Kunstmuseum ist die neue Heimat der Kunstsammlung des SAP-Gründers und Mäzens Hasso Plattner. Zum Auftakt gibt es zwei Ausstellungen. „Die Kunst der Landschaft“ zeigt berühmte Impressionisten wie Monet und Renoir. Die zweite Schau stellt Klassiker der Moderne vor. Gezeigt werden Bilder von Max Liebermann, Emil Nolde und anderen. Aber, das Museum Barberini ist nicht nur was für ungemütliche Wintertage. Ein Besuch lohnt das ganze Jahr.

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3. Bücher, Bücher, Bücher

Für eine literarische Entdeckungsreise durchs Land muss man nicht gleich zu Theodor Fontane und seinen „Wanderungen durch die Mark Brandenburg“ greifen (obwohl bis heute sehr empfehlenswert). Gleichwohl Björn Kuhligk und Tom Schulz mit „Wir sind jetzt hier“, die Orte von Fontanes Wanderungen besucht und einer Neubeobachtungen unterzogen haben. An einem Sonntagnachmittag schafft man bequem „111 Orte in Brandenburg die man gesehen haben muss“ von Rike und Tom Wolf. Gerade hat Tom Wolf den Nachfolger „111 Orte in Potsdam die man gesehen haben muss“ veröffentlicht.

Cover Reiseführer 111 Orte die man gesehen haben muss

5. Wandern geht auch im Winter in Brandenburg

Die Wanderschuhe geschnürt und den Rucksack gepackt, das geht natürlich auch im Winter in Brandenburg. Warum nicht? Der 66-Seen-Wanderweg führt einmal rund um Berlin herum. Fast 20 Etappen stehen zur Auswahl und alle Start- und Endpunkte sind mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen. Wer gerne Kunst am Wegesrand mag, dem sei der Internationale Kunstwanderweg im Fläming empfohlen. Der wurde jüngst vom Deutschen Wanderverband als Qualitätswanderweg ausgezeichnet.

6. Film ab: Die Kinder von Golzow

Draußen ist es kalt, nass und ungemütlich. Keine schlechten Rahmenbedingungen, um mittels DVD Brandenburg und seine Menschen ein bisschen näher kennen zu lernen. Zwei DVD-Editionen wollen wir vorstellen, die ihrerseits schon Filmgeschichte geschrieben haben. Die Kinder von Golzow. Eine filmische Langzeitbeobachtung einer Schulklasse im Oderbruch von 1961 bis 2007. Für alle 19 Filme auf insgesamt 18 DVDs braucht man schon ein bisschen Zeit. Aber es lohnt sich. Und bei nächster Gelegenheit kann man dann das Filmmuseum in Golzow besuchen.