Wandern mit Diplom

Foto: Bad Freienwalde Tourismus GmbH

Wer das Wander-Diplom erwerben möchte, muss die Türmetour um Bad Freienwalde herum machen. Im Bild zu sehen ist der Bismarckturm, Aussichtsturm und Eulenturm (von links) Foto: Bad Freienwalde Tourismus GmbH

Wer seinen Lebenslauf noch mit einem Diplom aufpeppen möchte – in Bad Freienwalde im Oderbruch können Wanderer es schnell erwerben. Für das Turm-Diplom muss man jedoch ein bisschen klettern und zwar auf dem Turmwanderweg mit dem markanten, braunen Turm-Symbol auf weißem Grund.

Nicht nur vier Türme wollen erklommen, auch die hiesige Landschaft will bewältigt werden. Denn in diesem Teil von Brandenburg ist es so hügelig wie vergleichsweise in der Märkischen Schweiz. Kurz vor dem flachen Oderbruch bäumt sich hier die Landschaft noch einmal auf wie in einem Mittelgebirge.

Foto: Matthias Schäfer

Die Weite des Oderbruchs: Hier in Höhe von Bienenwerder am Oder-Neiße-Radweg

Beim Wandern ein Diplom erwerben

Von Falkenberg geht es immer dem Turm-Symbol folgend zunächst zum Bismackturm, der 1895 zu Ehren für den damaligen Reichskanzler Otto von Bismarck errichtet worden ist. Von hier oben hat man einen fantastischen Ausblick auf das Oderbruch bis hin zum Schiffshebewerk von Niederfinow.

Foto: TMB-Fotoarchiv / Wolfgang Korall

Das Schiffshebewerk Niederfinow wurde 1934 eröffnet und ist damit Deutschlands ältestes noch in Betrieb befindliche Schiffshebewerk.

Weiter geht es entlang des Teufelssees, der wie eine grüne Perle inmitten des Waldes liegt, zum Haus der Naturpflege. Direkt gegenüber besteht die Möglichkeit, den 14 Meter hohen Eulenturm zu besteigen. Der Aussichtspunkt aus Douglasienholz ist ein Geschenk des Brandenburger Umweltministeriums zum 90. Geburtstag von Kurt Kretschmann, dem „Vater des ostdeutschen Naturschutzes“. Er entwarf zu DDR-Zeiten das inzwischen bundesweit gültige gelbe Naturschutzschild mit der schwarzen Eule darauf. 2007 verstarb er im Alter von 93 Jahren.

Foto: Matthias Schäfer

Bundesweit gültiges Naturschutzschild: Die schwarze Eule auf gelben Grund entstammt aus der Feder von Kurt Kretschmann aus Bad Freienwalde.

Mit Ziegen die Skisprungschanzen entdecken

Vom Eulenturm ist es nicht weit zu einem ganz besonderen Turm. Genauer genommen ist es gar kein Turm, sondern eine 66-Meter-Skisprungschanze. Das Areal im Papengrund von Bad Freienwalde ist Deutschlands nördlichste Skisprunganlage, auf denen deutsche und polnische Sportler trainieren. Wer das Turm-Diplom erhalten will, muss die Skisprungschanze erklimmen.

Foto: Bad Freienwalde Tourismus GmbH

Der Schanzenturm ist 38 Meter hoch. Mit ihren 66 Metern Länge ist sie nicht nur die längste Skisprungschanze von Bad Freienwalde, sondern gleichzeitig die nördlichste in ganz Deutschland.

Nach einigen Auf- und Abstiegen gelangen Wanderer schließlich über insgesamt 225 Treppenstufen zum Aussichtsturm von Bad Freienwalde auf dem Galgenberg. Er wurde ursprünglich als Kriegerdenkmal für die Gefallenen aus dem Barnimer Oberland während der Kriege gegen Dänemark, Österreich und Frankreich im 19. Jahrhundert erbaut. Mit seinen 25 Metern Höhe bietet das Backsteingebäude einen schönen Blick auf die Kurstadt und Umgebung bis weit ins Oderbruch hinein.

Foto: Matthias Schäfer

Schmale Gassen und sanierte Häuser: Der historische Stadtkern von Bad Freienwalde

Wer nicht alleine die Vier-Türme-Tour laufen möchte, kann sich ja eine Begleitung engagieren und zwar eine tierische. Wie wäre es zum Beispiel mit einer Ziege? Mirko Zimmermann aus Altreetz hatte die Idee dazu. Mit seinen Pfauenziegen wandert er zusammen mit Gästen durch das Oderbruch und ebenso die Türme-Tour. Eine Entdeckung der ganz besonderen Art, denn hier bestimmen die Tiere das Tempo.

Foto: Matthias Schäfer

Wer den Flyer mit allen vier abgestempelten Türmen bei der Tourist-Information Bad Freienwalde einreicht, bekommt das begehrte Turm-Diplom überreicht.

Weitere Informationen
Turm-Diplom-Anwärter kaufen sich eine Eintrittskarte für die vier Türme. Sie gibt es in der Tourist-Informationen oder in den Türmen selbst. Diese muss dann an allen Standorten abgestempelt werden. Am Schluss der Tour schicken Wanderer die Karte bis spätestens 31. Oktober 2014 an die Tourismus-Information von Bad Freienwalde oder geben diese persönlich dort ab. Anschließend bekommt man sein Wander-Diplom überreicht. Alle Türme sind von Dienstag bis Sonntag jeweils von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Jeder Turm-Diplomand nimmt außerdem an einer Verlosung teil. Dabei gibt es Eintrittskarten für Veranstaltungen in Bad Freienwalde zu gewinnen.

Ausgangspunkt für die Wanderung ist entweder der Bahnhof Falkenberg (Mark) oder Wriezen. Beide Stationen werden im Stundentakt von der Regionalbahn RB 60 angefahren.

Kontakt für Wanderung mit Ziegen: Mirko Zimmermann, Mittelstraße 11, 16259 Oderaue / Ortsteil Altreetz, Telefon: 033457. 469855, E-Mail: zimmermann-mirko@web.de

Hier finden Sie eine passende Unterkunft in Brandenburg.

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Türme-Wanderung um Bad Freienwalde 52.782916, 14.038571 Bad Freienwalde (Oder), Deutschland (Routenplaner)

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