Schöne Ferien: Urlaubsarchitektur in Brandenburg

Urlaubsarchitektur: Gut Fergitz

Ein Wochenende zu zweit – und es soll mal nicht Hotel XY sein? Wie wäre es mal mit einer Ferienwohnung für Designliebhaber oder einem Ferienhaus für Architekturfans. In Brandenburg gibt es spannende Urlaubsarchitektur zu entdecken. Das geht für ein Wochenende, im Urlaub und natürlich auch zum Valentinstag. 

Urlaubsarchitektur im Fläming: das Cottage in Wiesenburg

Cottage im Fläming klingt schon urig, obwohl streng genommen die umgebaute Tischlerei kein Cottage ist. Das tut dem Wohlfühlcharakter aber keinen Abbruch. Drinnen bollert der gusseiserne Kamin, es ist kuschlig warm. Die Ferienwohnung ist groß. Die Möbel urig. In der ganzen Wohnung stehen viele Möbel aus der Bretagne, die Ines und Georg Bartsch über die Jahre aus Frankreich nach Wiesenburg geschafft haben.

Bretonisches Bett im Cottage im Fläming

Das Highlight wartet im Obergeschoss: ein original bretonisches Bett! Wer eher zur Jugendstilzeit tendiert, kann auch in einem kunstvoll verschnörkelten Schlafmöbel aus dieser Epoche probieren. Die beiden Gastgeber kümmern sich rührend um ihre Gäste. Während man sich oben noch in den Federn räkelt, bereiten sie das Frühstück vor (auf Wunsch bereitet Georg Bartsch Rührei, Spiegelei oder seine berühmten Kartoffelpuffer zu).

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Villa am Trumpf

Bei der Villa am Trumpf dauert es vom Verlassen des Autos bis zum ersten „oh, ist das schön“ gerade ein Minute. Wer um das Haus herum geht und dann auf der Terrasse steht, kann gar nicht anders. Im Vor einem ein duftender Garten und der kleine See. Die Sonne glitzert im Wasser. Am anderen Ende des Sees kleine Hügel mit Feldern und Wald. Die Villa am Trumpf ist ein Haus für Design-Fans.

Villa am Trumpf in der Uckermark

Die Apartments sind in unterschiedlichen Stilen eingerichtet. Im Erdgeschoss lässt das Appartement „Vintage“, die 1920er und 1930er Jahre aufleben. Das „Cottage“ kommt im englischen Landhaus-Stil daher. Unter dem Dach warten in der „Lounge“ dann Designklassiker aus den 1960er und 1970er. Ein großer offener Raum mit Kamin und Küche. Kleiner Clou im Bad: aus der freistehenden Badewanne blickt man durch ein kleines Fenster direkt auf den See!

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Gut Fergitz

In Fergitz am Oberuckersee hat Ferdinand von Hohenzollern seine „Burg“ gebaut. Besser gesagt, der Architekt hat seine Vorstellungen von besonderer Urlaubsarchitektur umgesetzt. Die vier Ferienwohnungen, eher Bungalows, fügen sich in das Gelände des ehemaligen Gutshofes ein. Einige alte Feldsteinmauern geben dem Areal eine Struktur. In den Ferienwohnungen dominieren klare Linien, keine Schnörkel, hier und da aufgelockert durch Backsteine und Holz. Bauhaus lässt grüßen.

Gut Fergitz am Oberuckersee in der Uckermark

In den Räumen viel Kunst. Ferdinand von Hohenzollern und seine Ehefrau gehören zu den Unterstützern des UM-Festivals, das alle zwei Jahre in Fergitz und Umgebung stattfindet. Eine große Wiese fällt sanft zum Seen hin ab. Im Sommer kann man hier einfach seinen Liegestuhl aufstellen und auf den See blicken. Oder baden gehen.

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Das „Schwarze Haus“

Zugegeben, der Name erinnert eher an einen Gruselthriller. Wenn man aber vor dem Haus in Pinnow steht, ist aller Grusel verflogen. Dann möchte man so schnell wie möglich rein in dieses besondere Gebäude. Das ist Urlaubsarchitektur! Von dem Berliner Architekten Thomas Kröger stammen die Pläne für das Haus. Von ihm stammt auch der Entwurf für eines der „Häuser des Jahres 2014“, das er im benachbarten Gerswalde baute. Das lange schwarze Satteldach gab dem Haus seinen Spitznamen. Die Einrichtung ist puristisch. In zwei Alkoven, die mit Schiebetüren von den Glasgängen abgetrennt werden können, befinden sich Schlafplätze für vier Personen.

Urlaubsarchitektur. Schwarzes Haus in Pinnow

Das Bad hat eine offene zwei Meter große Badewanne mit Blick auf die Uckermärker Landschaft. In der oberen Etage befinden sich zwei Schlafräume für vier Personen. Wenn man am Esstisch sitzt, fällt der Blick durch die großen Fenster nach draußen. Im Herbst und Winter ist der Kamin, über den die Betonwand zu schweben scheint, DER Platz im Haus. Das schwarze Haus gibt einem das Gefühl, mitten in der Natur sein. Dann ist es vorbei mit Gruseln.

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mein.Lychen

Ankommen, entspannen, bleiben wollen. Das ist das Motto von Friedrich und Konrad Niemann: Die Brüder sind viel in der Welt herumgekommen. Der eine als Hoteldirektor, der andere als Jurist. In Lychen haben sie jetzt ihr kleines Bed & Breakfast mein.lychen eröffnet – und sich einen lange gehegten Traum erfüllt. Das mein.Lychen ist auch eine Reise um die Welt in sieben Zimmern. Mit allen Ländern und Orten verbinden die Brüder besondere Erinnerungen. Die Zimmer haben sie mit landestypischen Möbeln und Accessoires eingerichtet.

Eine eigene Anlegestelle hat das mein.lychen auch.

Eine eigene Anlegestelle hat das mein.lychen auch.

Nicht aufdringlich, aber immer so, wie sie mögen. Einen Butler und Room Service gibt es dennoch nicht im mein.Lychen. Auch keinen Fernseher. Dafür aber einen Erste-Hilfe-Schrank in dem sich eine Überraschung verbirgt: eine Flasche Wein aus der Region dessen Namen das Zimmer trägt. Die Bibliothek ist im kalten Winter ein behaglicher Ort. Im Sessel sitzen und lesen. Im Frühling und Sommer ist der große Garten Rückzugsort zum Entspannen.

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Wasserturm Bad Saarow

Mit diesem Quartier gelingt jede Überraschung. Der 21 Meter hohe Wasserturm in Bad Saarow am Scharmützelsee ist schon über 100 Jahre alt. Zwei Berliner haben ihn aus seinem Dornröschenschlaf geholt, komplett saniert und im vergangenen Jahr als Turm-Hotel wieder eröffnet. Das Hotel ist nicht groß, aber oho. Oben thront der verglaste Aufsatz. Von hier oben hat man einen fantastischen Blick auf den schönsten See Deutschlands. Gleich hinter der Eingangstür steht der Whirlpool, der wie ein Waschzuber aus dem Mittelalter erinnert – nur in einem eleganten Design. Geschlafen wird in einem kreisrunden Bett. Ganz oben warten zwei Bubble Chairs und spätestens hier, ist der Alltag ganz weit weg.

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Ganz oben im Wasserturm in Bad Saarow. Foto: Wittenbecher

Ganz oben im Wasserturm in Bad Saarow. Foto: Wittenbecher

Bootschaft Lychen

Neben dem mein.Lychen ist die „Bootschaft“ das zweite Haus in dem kleinen Städtchen, das einen ganz besonderen Aufenthalt verspricht. Die „Bootschaft“ mit ihren vier Studios liegt direkt am Oberpfuhlsee. Von hier lässt sich zu einer Paddeltour starten oder der Tag mit einem Sprung ins Wasser begrüßen. Die Grundrisse der Studios verzichten auf alles Überflüssige. Bodentiefe Fenster durch die der Blick in den großen Garten geht. Im Studio „Seven Zens Lake“ scheint das Bett über dem Boden zu schweben.  Nach einer Wanderung im Herbst oder Winter wartet in der Bootschaft der warme Whirlpool.

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