„Homeland“: Drehorte in Brandenburg, die Du kennen solltest

Carrie Mathison (Claire Danes) im Holländsichen Viertel in Potsdam. Foto: Showtime/Fox

Carrie Mathison (Claire Danes) im Holländischen Viertel in Potsdam. Foto: Showtime/Fox

Mit der 5. Staffel der US-Serie „Homeland“ ist eine amerikanische TV-Serie erstmals komplett in Europa produziert worden. Und nicht irgendwo in Europa. Sondern in Brandenburg und Berlin! Für alle „Homeland“-Fans haben wir einige der Drehorte aufgeschrieben. 

Das Warten ist vorbei. Ab kommenden Sonntag läuft die 5. Staffel von „Homeland“ bei Sat1. Verraten wird noch nichts. Nur soviel: Für Carrie Mathison wird es wieder mehr als einmal brenzlig. Und wer genau hinschaut, erkennt vielleicht den einen oder anderen Drehort in Brandenburg. Für alle, die Lust haben, sich auf die Spuren von Carrie Mathison, Saul Berenson und Peter Quinn zu machen, gibt es hier die Drehorte in Brandenburg, an denen für „Homeland“ gedreht wurde.

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Potsdam: Amsterdam an der Havel

Eine Verfolgungsjagd durch den Park Sanssouci wird es nicht geben. Dafür drehte das „Homeland“-Team mehrere Tage an einem anderen berühmten Ort in Potsdam: dem Holländischen Viertel. Das Quartier in der Innenstadt verwandelte sich für einige Szenen der 5. Staffel in Amsterdam. Für die Kulissenbauer ein einfacher Job. Sie mussten nur ein paar Straßenschilder überkleben, denn die Häuser stammen aus der Mitte des 18. Jahrhunderts. Preußenkönig Friedrich Wilhelm I. ließ sie für die Handwerker bauen, die er zum Ausbau der Garnisonstadt Potsdam nach Preußen eingeladen hatte.

Und so sieht Amsterdam in Potsdam aus …

Das Holländische Viertel in Potsdam, Foto: TMB-Fotoarchiv/Steffen Lehmann

Nauen: Die Funkstadt

Nauen – das sind Gassen mit Kopfsteinpflaster, Fachwerkhäuser, reizvolle Innenhöfe in der Altstadt, prächtige Gründerzeitgebäude und die Großfunkstelle, die der Stadt den Namen Funkstadt einbrachte. Die Großfunkstelle in Nauen ist die älteste noch bestehende Sendeanlage der Welt. Sie wurde vor 110 Jahren, am 1. April 1906, eingeweiht. Von hier wurde bis 2011 das Programm der Deutschen Welle über Kurzwelle gesendet. Das Sendegebäude von Herrmann Muthesius entstand 1920. Es steht bis heute.

Brandenburg. Nauen. Altstadt.

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Rüdersdorf: Lost Place und Museumspark

Die ehemalige Chemiefabrik in Rüdersdorf ist schon öfter Kulisse für Filmaufnahmen gewesen. Rammstein drehte hier, George Clooney nahm hier Szenen für seinen Film „The Monuments Men“ auf. Für „Homeland“ verwandelte sich das ehemalige Fabrikareal in einen Flüchtlingscamp. Das Gelände kann zwar nicht besichtigt werden, dafür aber der benachbarte Museumspark Rüdersdorf.

Bei den Dreharbeiten in Rüdersdorf: Sebastian Koch und Claire Danes. Foto: Showtime/Fox

Bei den Dreharbeiten in Rüdersdorf: Sebastian Koch und Claire Danes. Foto: Showtime/Fox

Und so sieht die ehemalige Chemiefabrik aus …

Luckau: Kirche und Kuchen

Ob die „Homeland“-Macher wegen der berühmten Nikolaikirche in Luckau gedreht haben, wissen wir nicht. Fest steht, die Nikolaikirche ist einer der bedeutendsten Kirchenbauten in Brandenburg. Der gewaltige Bau wurde zwischen dem 13. bis 15. Jahrhundert errichtet. Auch mehrere Stadtbrände hat er überstanden. Aber nicht nur wegen der Nikolaikirche lohnt ein Abstecher an den Rand des Spreewaldes. Am Marktpaltz steht die Bäckerei & Konditorei Klinkmüller. Unser Tipp: Unbedingt vorbeischauen!

Stülpe: Traumschloss im Fläming

Schloss Stülpe ist einer dieser Orte, die man schon öfter im Fernsehen oder Kino gesehen hat, sich aber fragt, wo das genau ist. Da können wir helfen. Schloss Stülpe liegt einen Steinwurf entfernt von Baruth. Für „Homeland“ verwandelte sich das Schloss für zwei Tage in eine Versteck des russischen Geheimdienstes. Wer länger bleiben möchte kann im Schloss oder den ehemaligen Gesindehäusern übernachten. Und wer plant, zu heiraten, sollte sich den Schlosspark anschauen. In den Sommermonaten vergeht kaum ein Wochenende ohne Hochzeitsgesellschaft.

Schloss Stülpe im Fläming

Wustermark: Olympisches Dorf von 1936

Nur ein paar Kilometer von der Stadtgrenze Berlins entfernt, befindet sich in Elstal im Havelland das einstige Olympische Dorf der Olympischen Sommerspiele von 1936. Während der Olympischen Spiele wohnten Athleten aus 50 Nationen in Elstal. Darunter auch der erfolgreichste Teilnehmer der Sommerspiele, der amerikanische Leichathlet Jessie Owens. Bei Führungen kann das Gelände mit den einmaligen architektonischen Bauwerken wie bspw. das Speisehaus der Nationen und die Sporthalle besichtigt werden.

Wie geht es weiter mit „Homeland“?

Die beste Nachricht gibt es zum Schluss: „Homeland“ geht weiter!! Es wird eine sechste Staffel gedreht. Für Carrie & Co wird es aber leider keine Rückkehr nach Berlin und Brandenburg geben. Die sechste Staffel wird in New York spielen.