Neue Dauerausstellung im Großen Waisenhaus

Großes Waisenhaus zu Potsdam

Alltag im Großen Waisenhaus zu Potsdam. Foto: Großes Waisenhaus zu Potsdam

Die Jungen tragen alle eine Schuluniform. Einige schauen neugierig zum Fotografen. Andere toben ausgelassen über den Innenhof. Die große Kuppel mit der Caritas erhebt sich über den Innenhof. Die Fotografie stammt aus dem Jahre 1928 und zeigt den Alltag im Großen Waisenhaus in Potsdam. Eine neue Dauerausstellung zeigt jetzt die wechselvolle Geschichte des Großen Waisenhauses und der Stiftung.

Die Stiftung ist eine der ältesten im Land Brandenburg. 1724 gründet König Friedrich Wilhelm I. die Stiftung „Großes Militär-Waisenhaus zu Potsdam“, die sich um verwaiste Soldatenkinder kümmern soll. Sie existiert bis 1952 als die DDR-Behörden sie entschädigungslos enteignen. Erst 1992 wird sie durch das Land Brandenburg als Stiftung „Großes Waisenhaus zu Potsdam“ wieder ins Leben gerufen.

Schlafsaal im Großen Waisenhaus zu Potsdam

Schlafsaal im Großen Waisenhaus in Potsdam. Foto: Großes Waisenhaus zu Potsdam

Wegweisende Idee in Potsdam

Die Idee des Preußenkönigs Friedrich Wilhelm I. (1688 bis 1740) war seinerzeit revolutionär. Erstmals wollte sich der Staat um die Versorgung und Ausbildung von Kindern kümmern. Das war bis dahin allein eine Angelegenheit der Kirche gewesen. Die Kinder, die im Waisenhaus aufgenommen wurden, sollten so gefördert werden, dass sie mit 16 Jahren ein Handwerk erlernt hatten.

Neue Ausstellung

Die Ausstellung im ehemaligen Musikerhaus des Waisenhauses stellt die Geschichte der Stiftung und ihre Bedeutung für die Entwicklung Potsdams von 1724 bis heute dar. Auf Ausstellungstafeln, Originaldokumenten und Fotos werden die Lebensverhältnisse der Kinder im Großen Waisenhaus zu Potsdam erlebbar.

Musikkapelle im Großen Waisenhaus zu Potsdam

Mit Musik geht alles leichter. Musikkapelle im Großen Waisenhaus. Foto: Großes Waisenhaus zu Potsdam

Kuppel erst seit 2004 wieder da

Das spätbarocke Waisenhaus-Karree gehört zu den bedeutendsten Bauwerken in Potsdam. Carl von Contard, der auch eine Seite des Brandenburger Tores am Luisenplatz, gestaltete, entwarf die Pläne für das Haus. Das historische Gebäude-Ensemble wurde im Krieg schwer beschädigt. Die Kuppel mit der goldenen Figur der Caritas wurde erst 2004 wieder aufgebaut. Sie ist heute eines der Wahrzeichen der Landeshauptstadt Potsdam.

Die Stiftung „Großes Waisenhaus zu Potsdam“ arbeitet heute noch im Sinne des Zwecks, für den sie vor 289 Jahren gegründet wurde: sie fördert sozial benachteiligte Kinder und Jugendliche.

Öffnungszeiten des Museums: Mo – Fr, 10 – 17 Uhr, Voranmeldung unbedingt erforderlich unter Tel: 0331 / 281 466 oder museum@stiftungwaisenhaus.de

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Neue Dauerausstellung im Großen Waisenhaus

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