Mit dem Rad zur Bundesgartenschau

Bismarckturm in Rathenow

Die Bundesgartenschau hat der Havelregion jede Menge Aufmerksamkeit beschert. Aber auch im Jahr dynach lohnt es sich, die Region zu erkunden. Und am besten lässt sich der Besuch mit einer Radtour verbinden. Als Tagesausflug ist die 60 Kilometer lange Strecke über Premnitz bis Rathenow gut zu schaffen. 

Die BUGA-Route startet am Neustädtischen Markt in Brandenburg an der Havel,  wo sich auch die Tourist-Information befindet, und führt auf dem Havelradweg und der Tour Brandenburg zunächst in Richtung Kirchmöser, am Breitling- und Plauer See vorbei. Weite Blicke über Land und Wasser lassen Freude aufkommen: So unbeschwert kann das Leben sein, wenn Wiesen und Wäldchen, Felder und kleine Dörfer an einem vorbeiziehen.

Radfahrer zur Bundesgartenschau

Das blaue Band der Havel lässt sich auch mit Fahrrad erkunden. © BUGA-Zweckverband

Fast die gesamte Strecke folgt dem „blauen Band der Havel“, das die BUGA zu Recht als ihr verbindendes Element bewirbt, bis das Gartenschau-Areal in Premnitz erreicht ist – wiederum direkt am Havelufer. Wer es eilig hat oder Kilometer sparen möchte, kann an verschiedenen Stellen zwischendurch mit der BUGA-Express-Route abkürzen. Diese folgt, aus Brandenburg kommend, zunächst dem Storchenradweg, danach verläuft sie allerdings größtenteils auf dem Radweg neben der Bundesstraße B102. Genießen lässt sich die Tour besser auf der „Bummel-Route“.

Überall Rhododendren, Dahlien und Seerosen

In Premnitz beginnt das BUGA-Gelände in de Nähe des Bahnhofs und führt über den Grünzug zur Uferpromenade entlang der Havel. Es gibt einen kleinen Erlebnispfad im Auenwäldchen, überdimensionierte Gesellschaftsspiele und eine 10 Meter hohe Aussichtsplattform, von der aus der Blick weit über die Havel schweift.

Das BUGA-Gelände in Premnitz

Auf dem BUGA-Gelände in Premnitz. © BUGA-Zweckverband/Thomas Uhlemann

Nun ist es nicht mehr weit bis Rathenow. Für den Besuch der dortigen BUGA-Gelände sollten die Radler, die hier ihre Räder wieder abgeben können, etwas Zeit einplanen – es lohnt sich: Für die Gartenschau hat die Stadt die Attraktionen des Optikparks, darunter das mit elf Metern Höhe weltweit größte funktionstüchtige Brachymedial-Fernrohr sowie der höchste Leuchtturm Brandenburgs, mit opulentem Wechselflor aufgepeppt.

Optikpark Rathenow

Nicht nur Romantiker lockt die begehbare Seerosen-Arena auf 2.500 Quadratmetern. Der Weinberg, das zweite große BUGA-Areal des Ortes, empfängt zum Spaziergang durch das Rhododendrental, die Dahlien-Arena und zum Fels- und Steppengarten mit seinem dem exotischen Charme. Auf der Sonnenterrasse genießt man eine kleine Stärkung, bevor es vom Bahnhof Rathenow wieder zurück nach Berlin geht.

Früh aufstehen – oder wiederkommen!

Für sportliche Radler ist die insgesamt 61 Kilometer lange Tour gut zu schaffen – auch dank der flachen Landschaft und guten Radwege. Wer es bequem und entspannt mag, nutzt die elektronische Unterstützung eines Pedelecs, das die Fahrradstation am Hauptbahnhof ebenfalls verleiht. Die Räder können nach Absprache an der Fahrradstation in Rathenow oder bereits nach 48 Kilometern in Premnitz am BUGA-Areal abgegeben werden.

Bundesgartenschau in Rathenow

Auf der Brücke zwischen Optikpark und Weinberg in Rathenow.

Um vor der Tour ausreichend Muße für die Brandenburger BUGA-Gelände zu haben, ist frühes Aufstehen angesagt. Wer sich Zeit lassen möchte für die kunstvoll arrangierten Themengärten im Packhof, die Blumenarrangements in der St. Johanniskirche und den Marienberg mit Rosengarten, Staudenpracht, Panoramaweg und Aussichtsturm, für den lohnt sich ein weiterer Besuch mit dem „BUGA-Shuttle“ RE 1.

Bundesgartenschau: Auf dem Marienberg in Brandenburg an der Havel

Auf dem Marienberg in Brandenburg an der Havel.

Zur Halbzeit der Bundesgartenschau wurden übrigens zwei neue Tickets aufgelegt: Die „Halbzeit-Dauerkarte“ für 45 Euro (Normalpreis), mit der alle Standorte noch bis zum 11. Oktober 2015 beliebig oft besucht werden können, sowie das „BUGA-Mini-Ticket“ für einen Tagesbesuch eines der fünf BUGA-Standorte nach Wahl für 12 Euro. Die Fahrradstation am Brandenburger Hauptbahnhof soll laut Geschäftsführer Stefan Neitzel auch nach der BUGA weiterbestehen – und bietet somit weiterhin Gelegenheit, das Radwegenetz im malerischen Havelland mit Bahn und Leihrad zu erkunden.

Anfahrt: Mit dem RE 1 von Berlin Hbf bis Brandenburg Hbf in rund 46 Minuten, alle halbe Stunde. Bitte beachten ab dem 29. August 2015 verkehren keine Regionalexpresszüge zwischen Alexanderplatz und Zoologischen Garten!  Ab zwei Personen lohnt sich für Hin- und Rückfahrt das Berlin-Brandenburg-Ticket ab 29 Euro. Reiseauskunft: www.bahn.de

Fahrradstation BUGAbikes, direkt am Brandenburger Hauptbahnhof.  Preise für die Tagesausleihe bei Vorlage des BUGA-Tickets: Stadtrad 14 Euro, Trekkingrad 17 Euro, eBike/Pedelec 18 Euro. Hinzu kommt ein Zuschlag von 10 Euro für den Rücktransport der Räder bei One-Way-Verleih nach Absprache. Es stehen auch Transporträder, Tandems, Kindersitze und Fahrradtaschen zum Verleih bereit. Eine Reservierung wird empfohlen. 0180 510 8000 (14 Ct./Min. aus dem dt. Festnetz), www.buga-2015-havelregion.de/bugabike

Infos zur BUGA:

Eintrittskarten zum ermäßigten Preis von 18 Euro bei Anreise mit der Bahn sind an den jeweiligen BUGA-Eingängen sowie in ausgewählten Reisezentren der Deutschen Bahn erhältlich. Die Eintrittskarte gilt im gesamten BUGA-Zeitraum, damit kann jeder Standort einmal besucht werden. Normalpreis Erwachsene: 20 Euro, für Kinder/Jugendliche von 7 bis 17 Jahren: 2 Euro. BUGA-Mini-Ticket für den einmaligen Besuch eines Standorts nach Wahl: 12 Euro. Internet: www.buga-2015-havelregion.de