Geschenketipp: Krimis aus Brandenburg

Nur noch wenige Tage bis zum Heiligen Abend: Bücher werden auch in diesem Jahr wieder zu den am häufigsten und beliebtesten Geschenken gehören. Sie suchen noch ein Geschenk? Wie wäre es mit einen Krimi aus Brandenburg! Immer mehr Autoren lassen ihre Kommissare in Brandenburg ermitteln. Wir haben einmal fünf Brandenburg-Krimis ausgesucht.


Wer an Krimi im Kloster denkt, der landet schnell bei Umberto Ecos Meisterwerk „Der Name der Rose“. Jetzt hat auch Brandenburg einen Kloster-Krimi zu bieten. Das Kloster Neuzelle, dass „Barockwunder Brandenburgs“ (336 Seiten, 10,90 Euro, Emons Verlag), ist der Tatort für Carla Maria Heinzes Krimi „Brandenburger Geheimnisse“. Zwei Leichen gibt es im Kloster Neuzelle. Enne von Lilienthal, ehemalige Fallanalytikerin beim LKA in Berlin und ihr Sohn Maik, Kommissar bei der Kripo in Potsdam, kommen bei ihren Ermittlungen Schritt für Schritt einem Familiengeheimnis auf die Spur. Doch damit ist der Fall noch lange nicht gelöst …

Cover Krimi "Auentod" von Maxim Leo

Kommissar Voss ist eine Erfindung von Maxim Leo. Der Journalist aus Berlin, der auch für die „Berliner Zeitung“ schreibt, hat mittlerweile seinen zweiten Krimi veröffentlicht. „Waidmannstod“ (288 Seiten, 14,99 Euro, Kiepenheuer & Witsch) hieß der erste Fall für seinen Kommissar. In „Auentod“ (322 Seiten, 14,99 Euro, Kiepenheuer & Witsch) führen Voss die Ermittlungen ins Oderbruch an die Grenze zwischen Deutschland und Polen. „Auentod“ erzählt von der Geschichte und der Landschaft des Oderbruchs, in dem ein zwielichtiger Straßen-Cowboy auftaucht, der sich als ein echter Freund erweist, und in dem sich die Frage stellt, warum man die wichtigen Dinge im Leben immer erst dann begreift, wenn es fast schon zu spät ist.

Krimi „Trügerische Nähe“: Mord im Naturpark Nuthe-Nieplitz

Es gibt nur einen Grund, warum Berliner aufs Land ziehen: weil sie verrückt sind! Die Großstädter bringen bloß Unruhe in die Provinz, meint Kriminalhauptmeister a. D. Leo Pauluth, der bis zu seiner Pensionierung alle Hände voll mit ihnen zu tun hatte. Als die Ökohofbetreiberin Lotte Preuß im kleinen Waterloo in der Prignitz angeblich ihren Mann und sich selbst erschießt, beginnt Pauluths zweite Karriere als Privatdetektiv in Tom Wolfs Krimi „Märkisches Blut“ (256 Seiten, 9,90 Euro, Emons Verlag).

Susanne Kliems neuer Krimi spielt im Naturpark Nuthe-Nieplitz - unweit von Potsdam. Foto: ©Robert Bartholot

Susanne Kliems neuer Krimi spielt im Naturpark Nuthe-Nieplitz – unweit von Potsdam. Foto: ©Robert Bartholot

Der neueste Krimi „Trügerische Nähe“ (352 Seiten, 14,99 Euro, carl’s books) von Susanne Kliem spielt in einem Ort, den man nicht auf der Landkarte findet, aber im realen Naturpark Nuthe-Nieplitz unweit von Potsdam: Zwei Paare, Mitte vierzig, leben ihren Traum: Sie ziehen auf einen stilvoll renovierten Hof und freuen sich auf ein beschauliches, naturnahes Landleben. Die beiden Männer kennen sich aus Studienzeiten, auch ihre Partnerinnen verstehen sich gut. Da taucht Livia auf, Marlis’ attraktive Tochter aus erster Ehe. Mit der Idylle ist es vorbei. In kürzester Zeit verwandelt sich der Hof in einen beklemmenden Ort: Eifersucht, Neid und Verdächtigungen vergiften alle Beziehungen und enden in erbitterter Feindschaft. Dann wird auf einer Waldlichtung eine Leiche gefunden. Und der Täter kann nur einer von ihnen sein …

Als Hauptkommissar Toni Sanftleben in die Potsdamer Innenstadt gerufen wird, geht er zunächst von einem Routinefall aus. Doch dann findet er in den Sachen des Mordopfers das verblasste Foto einer weinenden Frau – es ist seine Frau Sofie, die vor sechzehn Jahren auf dem Baumblütenfest in Werder spurlos verschwand. Sanftleben ist wie elektrisiert. Wird er endlich herausfinden, was damals wirklich geschah? Die Auflösung gibt es in Tom Pipers Krimi „Dunkle Havel“ (256 Seiten, 9,90 Euro, Emons Verlag).