Gault&Millau und Guide Michelin 2016: Die besten Restaurants in Brandenburg

Der jüngste Sterne-Koch in Brandenburg: Patrick Schwatke aus dem kochZimmer in Beelitz.

Der jüngste Sterne-Koch in Brandenburg: Patrick Schwatke aus dem kochZimmer in Beelitz.

Im November warten Küchenchefs im ganzen Land auf die neuen Ranglisten  der Restaurantführer Gault & Millau und Guide Michelin. Auch in Brandenburg. Fazit: Mit dem kochZimmer in Beelitz ist ein Sterne-Restaurant hinzugekommen. Im Gault&Millau rücken die besten Restaurants in Brandenburg enger zusammen. 

„Futtern wie bei Muttern“ das gibt es noch. Doch in den besten Restaurants in Brandenburg wird weiter Erlesenes und Fantasievolles auf die Teller gebracht. Die gestrengen Restaurantkritiker von Gault&Millau und Guide Michelin haben wieder getestet, abgewogen und ihr Urteil gefällt.

Gault Millau 2015: Alexander Dressel holt 17 Punkte.

Alexander Dressel ist Küchenchef im Restaurant „Friedrich Wilhelm“ in Potsdam.

Der Gault&Millau sieht gleich ein Triumvirat von drei Küchenchefs mit 16 Punkten auf Platz eins. Alexander Dressel („Friedrich Wilhelm“ in Potsdam) war im Gault&Millau 2015 mit 17 Punkten noch alleiniger Spitzenreiter. Trotz des Verlustes eines Punktes befanden die Tester „… alles gut gemacht und schön angerichtet, ob Ikarimilachs mit Sobanudeln, Senf und Seeigelschau oder Ibérico-Schweinenacken mit Aubergine und Shoyu“. Oliver Heilmeyer vom „17fuffzig“ im Bleiche Resort & Spa kocht schon seit seit vielen Jahren in der Spitzengruppe. Ebenso Frank Schreiber vom „Goldenen Hahn“ in Finsterwalde, der im Süden Brandenburgs mit viel Verve sein Restaurant führt. Über die Wachtel mit Mispeln und Süßholzwurzel befand der Gault&Millau: „Geschmacklich und handwerklich tadellos.“

Marco Giedow, Restaurant Speisenkammer in Burg

Brandenburger Meisterkoch und 15 Punkte im Gault&Millau: Es läuft gut für Marco Giedow in der „Speisenkammer“ in Burg.

Zwei Küchenchefs und eine Küchenchefin bekamen 15 Punkte attestiert. Marco Giedow wurde erst vor Kurzem zum Brandenburger Meisterkoch 2015 gekürt. In der „Speisenkammer“ schafft er den Spagat zwischen Einfachem und Mondänem: Die 15 Punkte  gab es für Omelette vom Landei mit Kartoffel und Bärlauch und eine Thunfischvariation, die mit „Zwiebelmarmelade einen schönen Spreewälder Touch bekommt“. Bei Carmen Krüger („Carmens Restaurant“) wissen die Tester zu schätzen, dass die Küche „ohne Schnickschnack und Effekte“ auskommen. Eine aus der Region gewachsene Landhausküche macht das Haus in Eichwalde schon seit Jahren zu einem der besten Restaurants in Brandenburg . Patrick Schwatke vom kochZimmer in Beelitz ist der Dritte im Bunde der 15-Punkte-Küchenchefs. Ganz famos sei der Schweinebauch mit Algen, so der Gault&Millau.

Essen in Brandenburg: Restaurant kochZimmer in Beelitz

Das kochZimmer könnte auch in Berlin-Mitte stehen. So holt Patron Jörg Frankenhäuser aber die Stadt aufs Land.

Die anderen Top-Restaurants laut Gault&Millau sind : das „Juliette“ in Potsdam (14 Punkte) sowie das „Bollwerk4“ in Eisenhüttenstadt, „Speckers Landhaus“ in Potsdam sowie die „Villa am See“ in Bad Saarow (jeweils 13 Punkte).

Drei Sterne-Restaurants in Brandenburg

Patrick Schwatke und das kochZimmer schafften zum ersten Mal auch auch den Sprung in den Guide Michelin. Er gesellt sich damit zu den anderen beiden Sternerestaurants in Brandenburg; dem Friedrich Wilhelm in Potsdam und dem 17fuffzig in Burg im Spreewald. Wer findet, das sei zu wenig, der hat in Berlin eine ungleich größere Auswahl. Im neuen Guide Michelin 2016 kommt die Hauptstadt gleich auf 20 Sternerestaurants. Davon sechs mit zwei Sternen. In Ostdeutschland liegt Brandenburg mit drei Sternerestaurants vor Sachsen-Anhalt (null) und Thüringen (zwei). Mecklenburg-Vorpommern kommt auf zehn Sternerestaurants, gefolgt von Sachsen (fünf).

Neu in Bad Saarow: Das AS am See

Bistro AS am See in Bad Saarow

Ganz neu in Bad Saarow: Das AS am See von Andreas Staack. Foto: Jan Heerlein, megaron-studio.de

Für die Restaurantführer 2016 noch nicht auf dem Schirm der Tester war das „AS am See“ in Bad Saarow. In dem kleinen Bistro am Scharmützselsee setzt Andreas Staack jetzt Akzente. Der Berliner Restaurantszene ist Staack vor allem als Küchenchef der Noiquattros bekannt geworden. Nur unterstützt von einem Koch bringt er frische Bistroküche auf die Teller (Vorspeisen um 10 Euro, Hauptgang um 20 Euro). Unser Tipp: Beim nächsten Besuch am Märkischen Meer oder in der benachbarten SaarowTherme einfach mal vorbeischaueb. Das „As am See“ hat täglich (außer Dienstag, Seestraße 9, Bad Saarow, Telefon 033631/599244) ab 12 Uhr geöffnet.

Und da die besten Küchenchefs ohne Publikum ihre Kunst nicht zelebrieren können, hier noch einmal unsere Aufforderung an alle Brandenburger: Geht essen!