Erlebnisse im Havelland – Bio, Birnbaum, Barfußpfad

Wisente

Wisente

Von Berlin-Spandau aus geht es einen Tag mit der Gruppe in das schöne Havelland. Wir starten mit einem Frühstück in der Bäckerei. Aber nicht in irgendeiner Bäckerei, sondern im BioBackHaus Leib in Falkensee. Das ist nicht nur ein Familienbetrieb mit vom Vater überlieferten Rezepten und Backtraditionen, sondern eben auch ein echter Biobäcker. Und lecker!

Stutenmilchfarm

Stutenmilchfarm

Erst zur Milchfarm, dann zu den Ribbecks

Weiter geht es an Wäldern, Wiesen und Pferdekoppeln vorbei nach Bredow zur Stutenmilchfarm „Grüne Oase“. Hier gibt es Stutenmilch zu kosten – nicht jedermanns Sache, aber angeblich ja sehr gesund. Achteckigen Holzgebäude und die von Blumenbeeten und Fliederbüschen gesäumten Wege erwecken einen fröhlichen Eindruck. Die gut gepflegten russischen Kaltblutpferde strahlen eine unglaubliche Ruhe und Freundlichkeit aus. Die Mähne hängt über den Augen, die Nüstern pusten sanft die hingestreckte Hand an.

 

Wildpferde

Wildpferde

Nach dem Pferde-Knuddeln fahren wir weiter nach Ribbeck und halten direkt vor dem Schloss. Hier hören wir von der Gästeführerin etwas über die Familie Ribbeck, die seit Jahrhunderten dort ansässig sind und deren Nachkommen heute noch direkt gegenüber vom Schloss wohnen. Die Ribbecks haben übrigens eine eigene Webseite: www.vonribbeck.de. Hier kann man u.a. den von Ribbeck’schen Birnenlikör bestellen und selbstverständlich auch das berühmte Gedicht nachlesen. Das Schloss Ribbeck wurde 2009 nach einer umfassenden Renovierung wiedereröffnet und bietet nun einen prachtvollen Rahmen für Kunst, Kultur und die feine Küche des Schlossrestaurants. Auch als Fotomotiv eignet es sich – besonders bei so strahlend sonnigem Wetter – bestens.
Von der Gartenseite des Schlosses aus kommt man direkt zur hübschen kleinen Kirche und dem wohl berühmtesten Birnbaum Deutschlands. Das Original aus dem Gedicht Fontanes ist zwar leider 1911 einem Sturm zum Opfer gefallen, der neue soll nun aber endlich wieder Früchte tragen, die dann auch tatsächlich an die Kinder verteilt werden sollen.
An der alten Brennerei vorbei – die auch wieder eröffnet werden und dann für den Ribbeck’schen Birnenlikör und weitere Edelbrände genutzt werden soll – machen wir uns dann auf zum Barfußpfad.

Ohne Schuhe durch die Natur..

Barfußpfad

Barfußpfad

Der beginnt als Pfad am Rande eines staubigen Landwirtschaftsweges, führt nach kurzer Zeit aber rechts in ein Wäldchen hinein und macht richtig Spaß. Warum? Zunächst werden natürlich die Schuhe ausgezogen. Schon das ist für Städter natürlich ungewöhnlich – für mich als Kleinstadtkind und begeisterter Dänemarkurlauber schon eher bekannt. Dann führt der Pfad auch nicht etwa nur  über Gras oder Lehmboden, sondern abwechselnd auch über Baumstämme, Steine, ein Kieselbett, Kork oder sogar über Tannenzapfen. Es geht über Strohballen und Holzpfähle, einen Sandhügel und direkt danach durch eine große Pfütze. Am Ende warten noch ein Schaukelseil, eine Balancierübung und echte „Turnübungen“ auf uns.
Ein Fußwaschplatz erlaubt es, die Füße zu säubern bevor die Schuhe wieder angezogen werden. Dann schauen wir uns den Marienhof an mit Streichelzoo und Ponyreitrunde und essen Kaffee & Kuchen.
Die letzte Station des Tages ist Sielmanns Naturlandschaft Döberitzer Heide. An einem warmen, sonnigen Tag wie heute wirkt die unbebaute Landschaft des ehemaligen Militärgeländes fast wie eine echte Steppenlandschaft. Die Rangerin begrüßt uns und erklärt uns in einer der mongolischen Jurten, die für Veranstaltungen zur Verfügung stehen, welche Tiere in der Döberitzer Heide leben und was die einzigartige Landschaft ausmacht. Im Schaugehege bekommen wir dann Wisente und Wildpferde zu sehen – toll! Die Wisente mit ihrem zottigen Fell und ihren gebogenen Hörnern sind riesig – besser nicht reinfallen ins Gehege. Auf Zurufen der Rangerin kommen sie angetrottet und naschen etwas von halb vertrockneten Zweigen, die auf dem Boden liegen. Auch die Wildpferde kommen angelaufen und tollen herum. Seit kurzem gibt es für die Stuten im Schaugehege auch wieder einen Hengst – und damit vielleicht bald schon Wildpferdefohlen?
Der Tag im Havelland hat jedenfalls viel Spaß gemacht und uns allen gezeigt, dass es sich lohnt, mal wieder vor die Haustür Berlins zu gehen.

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