Brandenburg erfrischt

Foto: Eiscafé Cadillac

Mit der Waffel-Eistüte in der Hand lassen sich heiße Sommertage gut ertragen. (Foto: Eiscafé Cadillac)

Bei diesen sommerlichen Temperaturen suchen viele nach einer Abkühlung – am besten in einem Brandenburger See. Doch wenn gerade mal kein See in der Nähe ist, darf es auch ein kühles Bier, eine spritzige Limo, ein cremiger Joghurt, ein Eis oder ein Apfelsaft sein – und alles made in Brandenburg. Wir haben ein paar erfrischende Tipps zusammengestellt.

Rund einen halben Kilometer vor dem historischen Stadtkern Templins betreibt Olaf Köller das „Cadillac“. In der ältesten Feldsteinscheune ist sein Eiscafé untergebracht. Mehr als 20 verschiedene Sorten sind hier zu haben – alle aus 100 Prozent Bio-Zutaten hergestellt. Eine Spezialität von ihm sind die Eisbecher mit selbst gemachten Likören. Trotz aller Experimentierfreude mit Ziegen-, Schafs-, Kamel- und Stutenmilch und ungewöhnlichen Zutaten wie Chili und rosa Pfeffer sind im Cadillac natürlich auch die Klassiker wie Schoko-, Vanille- oder Erdbeere-Eis zu haben.

Da Olaf Köller ein großer Fan der 1950er- und 1960er-Jahre ist, richtete er das Café wie ein amerikanisches Diner ein. Als Hingucker hängt ein türkisblauer, original 59er Cadillac von der Decke – der Namensgeber für das Eiscafé.

Foto: Mineralquellen Bad Liebenwerda

Das gesamte Angebot der Mineralquellen Bad Liebenwerda: Von Mineralwasser bis zu den verschiedenen Frucht-Schorlen reicht die Getränke-Palette.

Sprudelndes aus Bad Liebenwerda im Elbe-Elster-Land

Wer es lieber spritzig mag, sollte einen Ausflug ins Elbe-Elster-Land unternehmen. Im Herzen einer der schönsten Naturlandschaften Deutschlands, im Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft, liegt der traditionsreiche Kurort Bad Liebenwerda. Von hier stammt auch das gleichnamige Mineralwasser, das es ebenso in verschiedenen Frucht-Variationen gibt. Zum Beispiel als Schorle mit Apfel-, Pfirsich- oder Mango-Geschmack. Alle Sorten sind mit wenig Kohlensäure versetzt und kommen ohne künstliche Zusatzstoffe aus.

Bereits in den 50er Jahren wurde in Bad Liebenwerda der Grundstein für die Getränkeindustrie gelegt. Bis zur Wendezeit war der VEB Getränke Bad Liebenwerda der leistungsstärkste Abfüllbetrieb im Bezirk Cottbus. Nach dem Fall der Mauer investierte der RhönSprudel Mineralbrunnenbetrieb in neue Technik und so konnte die Mineralquellen Bad Liebenwerda GmbH zu einem der leistungsstärksten Mineralbrunnen in den neuen Bundesländern ausgebaut werden.

Foto: Forsthaus Templin

Schattiges Plätzchen unter Kastanienbäumen: Der Biergarten im Forsthaus Templin in Potsdam.

„Potsdamer Stange“ im Forsthaus Templin in Potsdam

An heißen Sommertagen kann aber auch ein kühles Bier ein guter Durstlöscher sein. Wer gerne unter schattigen Bäumen ein frisches, kühles Bier genießen möchte, dem sei die Braumanufaktur Forsthaus Templin in Potsdam empfohlen. Es ist die einzige Bio-Brauerei in Berlin und Brandenburg. Im Biergarten lässt es sich bei hochsommerlichen Temperaturen gut aushalten, denn die hohen Kastanien spenden bei Sonnenschein viel Schatten. In der warmen Jahreszeit kommen besonders viele Ausflügler von der Weißen Flotte und dem Wassertaxi hier her. Auch zahlreiche Wanderer, Radler und Badegäste aus dem Strandbad Templin sind darunter. Dann kann es mitunter schon mal voll werden. Unser Tipp: die „Potsdamer Stange“ probieren.

Foto: Matthias Schäfer

Die milden Frucht-Joghurts von der Lobetaler Bio-Molkerei gibt es zum Beispiel mit Mango-Vanille oder Pfirsich-Maracuja. Oder wie wäre es mit dem Saison-Becher: aktuell in der Geschmacksrichtung Holunderblüte-Zitrone

Bio-Joghurt aus Biesenthal im Barnimer Land

Nicht nur kühles Bier erfrischt bei schweiß-treibenden Temperaturen. Vielleicht darf es zwischendurch auch mal ein Bio-Joghurt aus der gläsernen Molkerei Lobertaler Bio in Biesenthal im Barnimer Land sein. In der dortigen Käserei ist jeder Arbeitsschritt Handarbeit. Gleich neben dem Reiferaum hinter der Glaswand liegt „Der Milchladen“. Hier können alle frisch hergestellten Molkereiprodukte wie Joghurt, Quark und Frischmilch auch gleich probiert und gekauft werden. Besonders lecker sind die Früchte-Joghurts Mango-Vanille, Pfirsich-Maracuja oder Holunderblüte-Zitrone. Im Milchladen gibt es aber unter anderem auch Früchte und Gemüse der Saison aus der Umgebung sowie Weine und Fruchtsäfte. Die Lobetaler Bio-Molkerei ist nur fünf Gehminuten vom Bahnhof Biesenthal entfernt. Sie ist geöffnet von Dienstag bis Freitag von 9 bis 18 Uhr, Sonnabend 9 bis 14 Uhr. Aber auch in vielen Bio-Supermärkten sind die Produkte erhältlich.

Foto: Matthias Schäfer

Regional hergestellte Obstsäfte von der Bio-Kelterei Bergschäferei im praktischen Drei- und Fünf-Liter-Karton. Hier drin bleiben die Säfte besonders lange frisch.

Saftiges von der Bergschäferei aus der Märkischen Schweiz

Inmitten der Märkischen Schweiz, an einer alten Kopfsteinpflaster-Straße zwischen Garzin und Waldsieversdorf, liegt der kleine Ort Bergschäferei. Namensgeber des beschaulichen Fleckens ist der Schäferberg, auf dem ein paar Wohnhäuser und die Biokelterei Bergschäferei zu finden sind. Bis nach Buckow und zum Schermützelsee ist es nur ein Katzensprung von rund drei Kilometern. Und zwar nicht nur mit dem Auto, sondern auch mit dem Rad. Denn direkt durch den Ort Bergschäferei verläuft der Europaradweg R1.

Seit 2003 werden in der hofeigenen Kelterei Fruchtsäfte von höchster Qualität hergestellt. Neben verschiedenen Apfelsäften gibt es außerdem Mischvarianten – zum Beispiel gemixt mit Holunder, Rhabarber oder Quitte. Wer die Säfte kaufen möchte, hat dazu immer freitags von 13 bis 17 und sonnabends von 10 bis 13 Uhr Gelegenheit. Dann hat der Verkaufsstand von Michael Hartmann geöffnet. Die verschiedenen Fruchtsäfte gibt es in praktischen Drei- sowie Fünf-Liter-Kartons – darin sind die Säfte besonders lange haltbar – sogar wenn sie schon geöffnet sind.

Foto: Milchschafhof Schafgarbe

Das Bio-Lassi vom Milchschafhof Schafgarbe aus dem Spreewald ist derzeit in zwei Sorten zu haben: Mit Mango- und seit kurzem auch mit Himbeer-Püree.

Erfrischendes Bio-Lassi aus dem Spreewald

Ein außergewöhnliches Erfrischungsgetränk kommt vom Milchschafhof Schafgarbe in Ogrosen bei Vetschau: und zwar Bio-Mango-Lassi nach indischer Art. Alle Zutaten stammen aus biologischer Landwirtschaft – der Schafmilch-Joghurt, das Mango-Püree, der Rohrzucker sowie die verschiedenen Gewürze (hier geht es zu einem Video über den Milchschafhof). Und seit kurzer Zeit haben Ulrike und Friedhelm Plaß ihr „Lassi-Repertoire“ noch erweitert. Jetzt gibt es neben Mango-Lassi zusätzlich auch Himbeer-Lassi. Nach den Sommerferien soll noch eine weitere Sorte hinzukommen.

Der familiengeführte und 21 Hektar große Hof von Familie Plaß ist Teil der ökologischen Höfe-Gemeinschaft Ogrosen. Ihre Ostfriesischen Milchschafe – eine alte und gefährdete Nutztierrasse – leben das ganze Jahr über, bis auf die Wintermonate, im Freiland. Sie sind die Grundlage der hofeigenen Schafspezialitäten.

Weitere Informationen
Braumanufaktur Forsthaus Templin
Eiscafé Cadillac
Biokelterei Bergschäferei
Lobetaler Bio-Molkerei
Milchschafhof Schafgarbe
Mineralquellen Bad Liebenwerda

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Erfrischendes aus Brandenburg

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Braumanufaktur Forsthaus Templin: 52.359120, 13.022710
Eiscafé Cadillac: 53.124358, 13.493437
Bio-Kelterei Bergschäferei: 52.543760, 14.033120
Lobetaler Bio-Molkerei: 52.753140, 13.672860
Milchschafhof Schafgarbe: 51.712246, 14.038666
Mineralbrunnen Bad Liebenwerda: 51.533230, 13.393500

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