Auf Entdeckertour durchs Barnimer Land

Malerische Idylle im Barnimer Land: Das Ökodorf Brodowin Foto: Ökodorf Brodowin

Das Barnimer Land ist eine sanfte, teils hügelige Landschaft. Ein idealer Ausgangspunkt für Ausflüge in den Naturpark Barnim. In der wald- und seenreichen Region gibt es aber nicht nur ein imposantes Schiffshebewerk, das ehemalige Zisterzienserkloster Chorin oder den malerischen Finowkanal zu entdecken. Es gibt auch Ziele, an denen Nachhaltigkeit und Umweltbewusstsein an oberster Stelle stehen.

Was haben zum Beispiel Elektroboote vom Werbellinsee, Joghurtbecher aus Biesenthal, eine Kochschule in Wandlitz oder ein Naturparkführer aus Eberswalde gemeinsam? Dahinter stehen Unternehmerinnen und Unternehmer, die sich dem Ziel verschrieben haben, das Leben ein bisschen besser zu machen. Sie alle setzen auf Nachhaltigkeit sowie Umweltbewusstsein und gleichzeitig hohe Qualität.

Foto: Matthias Schäfer

Die leckeren Joghurts von Lobetaler Bio gibt es hier in der gläsernen Molkerei in Biesenthal.

Aus alt mach neu in Biesenthal

So ist der nun beginnende Frühling ein idealer Zeitpunkt, um sich auf Entdeckungstour durchs Barnimer Land zu machen. Schließlich liegt die Region im Nordosten Brandenburgs nur 50 Kilometer von der Hauptstadt Berlin entfernt. Zum Beispiel die Naturparkstadt Biesenthal: Von hier kommen die leckeren Joghurts aus der gläsernen Molkerei der Hoffnungstaler Werkstätten der Marke Lobetaler Bio. Während der Öffnungszeiten des Milchladens können Besucher einen Blick in die Molkerei werfen.

Foto: Lobetaler Bio

Aufpoliert und fahrtüchtig: Die Hoffnungstaler Werkstätten in Biesenthal arbeiten alte Fahrräder auf und verhelfen ihnen damit zu einem zweiten Leben.

Wer mehr über die Produktion erfahren möchte, nimmt am besten an einer Führung teil. Und natürlich kann man auch gleich seinen Lieblingsjoghurt mitnehmen – vorzugsweise im „Naturschutzbecher“. Damit werden Naturschutzprojekte im Naturpark Barnim unterstützt. Lobetaler Bio ist aber nicht nur für seine leckeren Joghurts bekannt, sondern möbelt außerdem alte Räder auf und macht sie wieder fit für die neue Fahrradsaison. Also, erst upcyceln, dann anradeln!

Besser essen in Eberswalde

Foto: Kochwerkstatt Hemmen

In der Kochwerkstatt von Nina Hemmen werden aus regionalen, hochwertigen Produkten, kulinarische Höhepunkte gezaubert.

Nur wenige Kilometer weiter liegt Eberswalde. Der Ort hat sich in den vergangenen Jahren zur heimlichen Hauptstadt in Sachen Nachhaltigkeit entwickelt. So gibt es hier nicht nur das Umweltbildungszentrum Wald-Solar-Heim oder die Hochschule für nachhaltige Entwicklung (HNEE). Auch kulinarisch wird dort auf Umweltbewusstsein und Regionalität gesetzt. So legt der Biomarkt „Globus Naturkost“ besonderen Wert auf Bio-Produkte aus der Region. Dazu zählen unter anderem Milchprodukte von Lobetaler Bio, Gemüse vom Ökodorf Brodowin oder Fleisch vom Hof der kleinen Tiere in Zerpenschleuse. „Wir unterstützen vorrangig kleinere, familiäre Betriebe und Naturkost-Pioniere, denen genauso wie uns der ökologische Gedanke am Herzen liegt. Wir wollen mit unseren Kooperationen zur Entwicklung in der Region beitragen“, sagt Inhaber Torsten Pelikan von Globus Naturkost.

Kochen lernen in Wandlitz

Ähnliche Ziele verfolgt Nina Hemmen. Sie zeigt in ihrer Kochwerkstatt in Wandlitz, wie einfach es ist, aus regionalen, hochwertigen Produkten kulinarische Höhepunkte zu zaubern. Für ein leckeres Menü muss man nicht in die Ferne schweifen, erklärt sie: „Mir liegt am Herzen, mit guten, unverfälschten und saisonalen Produkten aus der Region zu arbeiten und daraus gesundes und leckeres Essen zuzubereiten“, sagt Nina Hemmen.

Foto: Matthias Schäfer

Die Stiftung WaldWelten in Eberswalde veranstaltet unter anderem Wandertouren ins nahe gelegene Naturschutzgebiet „Nonnenfließ-Schwärzetal“.

Doch Nachhaltigkeit und Bio geht nicht nur durch den Magen. Umweltbewusstes Handeln ist auch eine Bildungsfrage. Deshalb konzentriert sich die Stiftung WaldWelten aus Eberwalde in ihrer Arbeit auf die Schwerpunkte Umweltbildung, Waldforschung, Naturschutz und Kulturförderung. Und das geht zum Beispiel in Form von Kräuterführungen durch das Naturschutzgebiet „Nonnenfließ-Schwärzetal“ und Wanderungen durch den Klima-Wandel-Wald, um Interessierte für diese Themen zu sensibilisieren. Unter dem Motto: „Wir bringen Sie in den Wald!“ wird Umweltbildung richtig spannend. Viel Wissenswertes über den Barnim erfahren Besucherinnen und Besucher auch im Barnim Panorama in Wandlitz.

Foto: Gemeinde Wandlitz

Das Barnim Panorama fällt schon von weitem durch seine auffällige Holzkonstruktion auf. Es ist Naturparkzentrum und Agrarmuseum in einem. Und es erhielt den Brandenburgischen Baukulturpreis für regionaltypisches Bauen mit nachwachsenden Rohstoffen.

Der Natur auf der Spur ist auch Julian Beyer von Fagus Tour. Er bietet unterhaltsame, individuelle Wandertouren in kleinen Gruppen im Naturpark Barnim an. „Ich möchte meinen Gästen die Augen für die kleinen Wunder der Natur öffnen und mit ihnen zusammen den Wilden Osten erleben, verstehen und genießen“, erklärt er. Und zur Stärkung gibt es während jeder Tour ein köstliches Picknick inmitten der Natur mit Produkten aus der Region – natürlich in Bio-Qualität.

Foto: TMB-Fotoarchiv / Steffen Lehmann

Liebliche Hügellandschaften, sonnige Wiesen, dunkle Moore, glasklare Seen und tiefe Wälder – das sind die Orte, zu denen Naturparkführer Julian Beyer seine Besucher begleitet.

Und wenn die Temperaturen endliche wieder frühlingshafte Werte erreicht haben, dann geht es wieder aufs Wasser. Beispielsweise mit einer Kanutour auf dem Werbellinsee: Hier hat sich Familie Landmann vom Bootsverleih „Am Breten“ in Altenhof auf umweltfreundliche Elektroboote und Kanus mit recycelten Planen spezialisiert.

Tipps für eine bequeme, umweltverträgliche und günstige Anreise mit DB Regio Nordost

Weitere Informationen:
www.guteslebenganznah.de

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